Praxis für Homöopathie

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Auch der Homöopath erhebt die zuvor beschriebenen anamnestischen Daten. Allerdings sind diese für die Arzneimittelfindung von untergeordneter Bedeutung, sondern bestenfalls nötig, um zu beurteilen, ob der entsprechende Sachverhalt einer homöopathischen Behandlung überhaupt zugänglich und wie seine Prognose zu bewerten ist.

Über die bisherige Anamneseerhebung hinaus schließt sich ein besonderer Teil der Symptomenerhebung an, der das individuelle Krankheitserleben des Patienten einfangen muss. Ziel hierbei ist alle Krankheitsphänomene möglichst detailliert zu beschreiben, um Symptome zu isolieren, die den individuellen Umgang des Patienten mit der Erkrankung erkennbar machen.

So mag der Tatbestand des Fiebers wenig hilfreich für die homöopathische Medikamentenauswahl sein, der Ablauf der Fieberstadien allerdings schon, denn dieser grenzt die zur Auswahl stehenden auf die auswählbaren Medikamente ein. Von besonderer Bedeutung bei der Auswahl sind aber insbesondere Symptome, die vom durchschnittlichen abweichen. So ist das Verlangen nach Getränken während Fiebers durchaus normal, Durstlosigkeit oder gar Abneigung gegen Getränke aber nicht, wodurch diesem Sachverhalt, im betreffenden Fall, für die Auswahl des ähnlichsten Medikaments ein besonderer Stellenwert eingeräumt wird.

Sind bei der antipathischen Methode die Abweichungen vom Durchschnittlichen des Kollektivs Grundlage der Verordnung, so ist hier das individuelle Krankheitserleben Grundlage für die Arzneimittelfindung.

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